Stachula und Stadtmann übernehmen im Endspurt
ETB Wohnbau Baskets fahren am Samstag mit neuen Coaches nach Wolfenbüttel

Assistant-Coach Philipp Stachula führt die ETB Wohnbau Baskets in den Endspurt der Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Ihm zur Seite steht mit Dr. Tobias Stadtmann ein A-Lizenz-Inhaber. Und möglicherweise wird das Gespann in der kommenden Woche noch um ein weiteres Mitglied ergänzt.

„In die Fußstapfen von Igor Krizanovic zu treten, ist eine riesige Ehre für mich. Auch wenn ich mir natürlich andere Umstände für diesen Zeitpunkt gewünscht hätte“, sagt Stachula. Krizanovic sei „eine Legende, die den Basketball im Ruhrgebiet maßgeblich mitgeprägt hat“, so der 30-Jährige weiter. „Igors Name wird immer mit den Wohnbau Baskets verknüpft sein“, sagt Stachula.

Unterstützung erfährt Stachula in den kommenden Wochen von Dr. Tobias Stadtmann. Stadtmann ist ebenfalls kein Unbekannter in der Essener Basketball-Szene, war bis zum vergangenen Sommer sportlicher Leiter des ETB SW Essen. „Ich freue mich darauf, ein Team mit Phil zu bilden. Immer wenn wir bislang miteinander zu tun hatten, empfand ich das als sehr anregend und fruchtbar“, so Stadtmann.

Den Druck empfindet er, der aktuellen sportlichen Situation entsprechend, als „hoch“. „Auch, weil es für den Essener Basketball wichtig wäre, in der kommenden Saison weiterhin auf Profi-Niveau spielen zu können“, so Stadtmann.

Auch Marc Wierig, Geschäftsführer der ETB Wohnbau Baskets, ist davon überzeugt, dass mit diesem Duo, und vielleicht baldigen Dreigestirn, der Turnaround gelingen kann.

„Natürlich ist die Situation kniffelig. Aber mit Philipp haben wir jemanden, der das Spiel versteht und einen guten Draht zur Mannschaft hat. Tobias ist zudem ein ausgewiesener Fachmann mit Stallgeruch, der durch seine Art der Arbeit und Ansprache neue, wichtige Impulse liefern kann.“

Die erste Aufgabe für das neue Duo an der Seitenlinie der ETB Wohnbau Baskets steht schon bereit. Am Samstag, 10. Februar (18 Uhr), gastieren die Essener in der Lindenhalle (Halberstädter Straße 1a, 38300 Wolfenbüttel) bei den MTV Herzögen Wolfenbüttel. Das Hinspiel haben die Essener an Halloween souverän mit 97:82 für sich entschieden. Die wichtigste Aufgabe, die Stachula und Stadtmann jetzt vor der Brust haben, liegt indes nicht allein auf dem Spielfeld.

„Wir müssen der Mannschaft Freude und Selbstvertrauen vermitteln. Ihr gleichzeitig aber auch bewusst machen, dass sie auf dem Feld die Verantwortung für das trägt, was passiert“, so das Duo unisono. Beide sind überzeugt davon, dass ihr Team gut genug ist, um die Klasse zu halten. Und diese Überzeugung müssen sie in den Köpfen der Spieler für den Schlussspurt fest verankern. „Es ist schwierig, in einer Situation wie der unseren, einfach in die Halle zu gehen und den Schalter umzulegen“, sagt Stachula.

Entsprechend wichtig sei, „dass die Jungs miteinander reden, sich vertrauen“. „Die Teamchemie ist absolut intakt. Jetzt müssen die Jungs selbstbewusst sein und ihre PS aufs Feld bringen“, so Stachula. Und Stadtmann ergänzt: „Es zählen jetzt nur noch Siege, um uns eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playdowns zu schaffen. Wie wir die Spiele am Ende gewinnen, spielt eigentlich keine Rolle. Es dürfen auch gern dreckige Erfolge sein.“ Den ersten dürfe es gern bereits am Samstagabend in Wolfenbüttel geben…


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